Donnerstag, 16. Oktober 2014

DIE GRÜNE ACHT gerettet - eine Erinnerung


Die Straßenbahnen trugen ab 1906 die bis heute mythischen Namen 1-11 , erweitert bis 18. Bis 1928 hatten sie alle verschiedene Farben. Die 8 war die HELLGRÜNE 8, die ZOO-HAMM-Bahn. Selten war eine Linie so beständig wie die 708.
1876 fuhr der Belgier Boyart mit den ersten beiden Pferdebahnen vom Rathaus über Flinger-, Mittel-, Benrather-, Kasernenstr. zum Bahnhof Graf Adolf Platz und über Flinger-, Hunsrück-, Flinger Tor, Bolkerstr, Elberfelder-, Schadow-, zur Tonhalle (heute Karstadt).
1876 fuhr er auch schon über Bahn-, Ost-, Wehrhahn-, Rethelstr. zum Rheinischen Bahnhof Ahnfeldstr. und über Grafenberger Allee bis Tiergartenstr, also zum Zoo.

Die ersten Betriebshöfe

1876 ein Schuppen am Burgplatz und der Hof an der Nordstr;
1877 geht es zur Flora über Friedrichstr und Bilker Allee.
1880 hatte man die Grenzen erreicht: die Flora, die Nordstr, die Oststr und als Ausnahme jenseits der Eisenbahn den Zoo: Großereignis Zooausstellung mit Geburt eines neuen Stadtteils.
1892 kauft die Stadt die Bahn. Ende 1900 gibt es 370 Pferde und 80 Wagen.
Die "Elektrische" startet 1896 als Rheinbahn linksrheinisch in Oberkassel, rechtsrheinisch fährt die erste Elektrische von Schützenstr nach Grafenberg.

Ab 1900 wird alles elektrisch

1906 fährt die GRÜNE 8 vom Zoo über HBF, Kavalleriestr, Loretokirche bis Fährstr, 1910 über Volmerswerther bis Südfriedhof, 1924 bis Hamm, 1934 über die große Brücke Ackerstr zum Zoo.
Seitdem ist die Strecke fast gleich geblieben, eine Seltenheit bei den berühmten 18er Linien.
Die 708 verbindet als einzige Düsselthal mit HBF, sie fährt als einzige mitten nach Hamm. Sie sollte wegen der Wehrhahn-Linie abgeschafft werden. Durch massiven Bürgerprotest konnte dieser Plan gestoppt werden. 

Linie 8 gerettet


In der Koalitionsvereinbarung der Düsseldorfer Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) wurde am 3.10.2014 beschlossen: Die Linie 8 wird nicht eingestellt, sondern zwischen Uhlandstr, Hauptbahnhof und Poizeipräsidium weiter eingesetzt. Ab Uhlandstr. wird es einen Nord-Ast zur Heinrichstr. geben und einen Ost-Ast zum Gerresheimer Krankenhaus.
Autor: Dieter Jaeger      Redaktion: Bruno Reble    © geschichtswerkstatt-duesseldorf.de
 

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